HNA: 22 wollen an das Wärmenetz

Sohlingen. An das Nahwärmenetz in Sohlingen wollen sich nach Auskunft von Jörg Gebauer 22 Haushalte vorwiegend aus dem Bereich der Uslarer Straße anschließen. Drei bis vier weitere Interessenten haben laut Gebauer Interesse, sich später an das neue Wärmenetz der Biogasanlage am Fuße des Buchenbergs anzuhängen.

Über den Stand der Dinge informierte Gebauer während der jüngsten Sitzung des Ortsrates. Die aktuelle Entwicklung werde in die beauftragte Machbarkeitsstudie mit eingearbeitet, hieß es.

Jörg Gebauer baut derzeit eine 250-Kilowatt-Biogasanlage, die nach seinen Angaben „so schnell wie möglich“ realisiert werden soll. In Sohlingen betreiben Michaela und Carsten Krämer bereits eine Biogasanlage, die auf ihrem Hofgelände steht.

Ortsbürgermeister Hartmut Filmer freute sich, dass das Ahledorf bald über zwei Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung verfügt. So sei eine wirtschaftliche Nutzung von Nahwärme für etliche Einwohner sichergestellt.

Dorferneuerungs-Programm

Laut Hartmut Filmer ist Sohlingen noch bis Ende des nächsten Jahres im Dorferneuerungsprogramm. Es sei noch Geld da, unklar ist jedoch, welches Projekt im Ort noch geplant und umgesetzt werden könne und solle. Eine Diskussion über mögliche Projekte gab es nicht in der Zusammenkunft des Ortsrates.

Filmer verteidigte erneut seinen Alleingang bei der Ausgabe von restlichem Ortschaftsgeld Ende des vergangenen Jahres. Die SPD-Fraktion im Ortsrat hatte ihm den Alleingang vorgeworfen. Die Ortsratsmitglieder hätten nicht darüber gesprochen und entschieden, dass das restliche Geld ausschließlich für die Unterhaltung von Wirtschaftswegen verwendet wird, erneuerte Wilhelm Wedekind seinen Vorwurf.

Gleichzeitig wehrte sich Wedekind gegen einen zwischenzeitlich von Filmer vorgebrachten Vorwurf der Manipulation. „So geht man im Ortsrat nicht miteinander um“, mahnte Wilhelm Wedekind. Filmer beharrte auf seiner Darstellung, er habe alle Ortsratsmitglieder rechtzeitig darüber informiert, dass das nicht ausgegebene Ortschaftsgeld für die Wirtschaftswege ausgegeben werden soll, weil es wegen der Haushaltsumstellung bei der Uslarer Stadtverwaltung nicht in dieses Jahr übertragen werden konnte. Die Ortsratsmitglieder sagten nichts zu den Äußerungen von Ortsbürgermeister Hartmut Filmer und nahmen seine verlesene Begründung zur Kenntnis. (jdx)